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Zahnrad- oder Kolben-Dosiertechnik: Welche Technologie eignet sich für Ihre Anwendung?

Kolben- vs. Zahnrad-Dosiertechnik – warum der Druckverlauf den Unterschied macht

Der wichtigste technische Unterschied zwischen Kolben- und Zahnrad-Dosiertechnik liegt im Druckverlauf im System. Dieser entscheidet darüber, ob eine Dosieranlage ausschließlich manuell eingesetzt werden kann oder ob sie auch für reproduzierbare und automatisierte Prozesse geeignet ist.

Abbildung: Druckverlauf im System
Die Darstellung zeigt typische Druckverläufe in unterschiedlichen Systemkonfigurationen. Damit wird sichtbar, warum Kolben-Dosieranlagen konstruktionsbedingt Druckschwankungen erzeugen und weshalb Zahnrad-Dosieranlagen einen besonders gleichmäßigen Materialaustrag ermöglichen.


Kolben-Dosiertechnik (1K und 2K)

Kolben-Dosieranlagen arbeiten mit pneumatisch betriebenen Schöpfkolbenpumpen. Unsere Schöpfkolbenpumpen fördern Material sowohl im Abwärts- als auch im Aufwärtshub. Die Druckschwankungen entstehen hauptsächlich an den Umschaltpunkten der Pumpe.

Unabhängig davon, ob es sich um eine 1K- oder 2K-Kolben-Dosieranlage handelt, bleibt dieses Verhalten grundsätzlich gleich. Der Druckverlauf ist nicht vollständig konstant und kann sich bei anspruchsvollen Anwendungen als Schwankung am Materialaustritt bemerkbar machen.

Materialdruckregler zur Glättung
Für manuelle Anwendungen kann ein Materialdruckregler die Druckspitzen an den Umschaltpunkten glätten und den Austrag ruhiger machen. Das verbessert die Handhabung und die Ergebnisqualität deutlich.

Fazit Kolben-Dosiertechnik
Kolben-Dosieranlagen – egal ob 1K oder 2K – sind ausschließlich für manuelle Applikationen geeignet. Für automatisierte Anwendungen mit Roboter oder Linearportal sind sie konstruktionsbedingt nicht ausgelegt.


Zahnrad-Dosiertechnik (1K und 2K)

Zahnrad-Dosieranlagen arbeiten volumetrisch. Die Dosierung erfolgt über servogetriebene Zahnrad-Dosierpumpen mit definiertem Fördervolumen pro Umdrehung. Dadurch entsteht ein sehr gleichmäßiger und reproduzierbarer Austrag über den gesamten Prozess.

Schöpfkolbenpumpen übernehmen hier die Materialzuführung aus dem Gebinde. Die Dosiergenauigkeit wird anschließend in der Zahnradpumpe realisiert. Das sorgt in der Praxis für einen ruhigen Materialfluss und eine sehr stabile Dosierung.

Einsatzbereich
Zahnrad-Dosieranlagen eignen sich sowohl für manuelle Applikationen als auch für teil- und vollautomatisierte Anwendungen mit Roboter oder Linearportal.

Präzision bei niedrigen Austragsleistungen
Ein zusätzlicher Vorteil ist die Möglichkeit, deutlich niedrigere Austragsleistungen stabil und reproduzierbar zu realisieren. Dadurch ist Zahnrad-Dosiertechnik auch für sehr filigrane und präzise Applikationen geeignet.

Fazit Zahnrad-Dosiertechnik
Zahnrad-Dosieranlagen sind die richtige Wahl, wenn Prozesssicherheit, Reproduzierbarkeit, Präzision und Automatisierbarkeit im Vordergrund stehen.


Warum Automatisierung Zahnradtechnik erfordert

Automatisierte Dosierprozesse benötigen einen konstanten Materialaustrag über unterschiedliche Bewegungsprofile, Bahnverläufe und Start-Stopp-Zyklen. Druckschwankungen führen hier schnell zu Dosierfehlern, ungleichmäßigen Raupen und Ausschuss.

In der Praxis ist Zahnrad-Dosiertechnik daher die technische Grundlage für stabile, skalierbare und reproduzierbare Automatisierungslösungen.


Passende Anlagenkategorien

1K Kolben-Dosieranlagen (manuelle Anwendungen)
1K Zahnrad-Dosieranlagen (manuell und automatisiert)
2K Kolben-Dosieranlagen (manuelle Anwendungen)
2K Zahnrad-Dosieranlagen (manuell und automatisiert)


Zusammenfassung

Kolben-Dosiertechnik ist robust und für manuelle Anwendungen geeignet. Zahnrad-Dosiertechnik ermöglicht einen besonders gleichmäßigen, reproduzierbaren Austrag und ist die Basis für automatisierte Prozesse sowie für sehr präzise, filigrane Applikationen.

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